Herrnhuter Bahn wird kein Radweg: Kreistag macht Weg frei für neue Entwicklungen 12. Dezember 202512. Dezember 2025 Der Kreistag Görlitz hat am 10.12.2025 mit großer Mehrheit einem Antrag der Fraktion Bündnisgrüne/KJiK/SPD zugestimmt und damit einen Beschluss aus dem Jahr 2019 zum Bahnradweg auf der Herrnhuter Bahn aufgehoben. Somit ist der Versuch, diese historisch bedeutsame Bahnstrecke in einen Radweg umzuwandeln, endgültig vom Tisch. Franziska Schubert, Bündnisgrüne Oberlausitzer Abgeordnete im Sächsischen Landtag und Kreisrätin, hatte den Antrag ihrer Fraktion eingebracht und sagt zum Abstimmungsergebnis: „Ich bin sehr froh, dass der Kreistag diesem Richtungswechsel zugestimmt hat. Seit 7 Jahren setze ich mich im Kreistag und Landtag dafür ein, dass die „Herrnhuter Bahn“ reaktiviert wird: So wurden 2018 in einer Petition über 1.800 Unterschriften dafür gesammelt. Es ist verantwortungsvoll, Beschlüsse zu überprüfen, wenn sich die grundlegenden Rahmenbedingungen verändert haben. Damit wird nicht nur das jahrelange Bemühen der Mitglieder des „Pro Herrnhuter Bahn e.V.“ zu recht anerkannt, sondern es werden neue Perspektiven für diese schon vor 177 Jahren als Hauptbahn eröffnete Bahnstrecke möglich. Es gilt nun, die Potentiale der Strecke gemeinsam in den Blick zu nehmen. Herrnhut als Weltkulturerbe braucht einen Bahnanschluss, die Oberlausitz eine bessere raumordnerische Bahnerschließung zwischen den zentralen Orten und die von Tschechien geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke Prag – Liberec einen geeigneten Korridor zur Weiterführung nach Berlin. Tschechien will die Strecke von Liberec nach Zittau bis 2030 elektrifizieren. Wenn Deutschland es endlich geschafft hat, eine Oberleitung von Dresden nach Görlitz zu spannen, gibt es eine Lücke zwischen diesen beiden elektrischen Netzen: Die Herrnhuter Bahn könnte sie relativ einfach schließen!“ Matthias Böhm, Verkehrsplaner und stellvertretender Vorsitzender des Pro Herrnhuter Bahn e.V., zeigt sich erfreut: „Der drohende Gleisrückbau ist nun gestoppt! Die Strecke kann von unserem Verein fit gemacht werden für eine touristische Zwischennutzung. Mit Zustimmung des Streckeneigentümers DB InfraGO haben wir schon unsere Fahrrad-Draisinen im Bereich des Bf. Herrnhut eingesetzt; mittelfristig könnten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde aus Löbau mit ihrer Dampflok bis Herrnhut fahren. Unser langfristiges Ziel bleibt aber, bei einer anderen Verkehrspolitik auch wieder attraktiven überregionalen Personenverkehr zu ermöglichen.“ In ihrer Rede im Kreistag begründete Franziska Schubert, dass von den zentralen Bedingungen des Beschlusses von 2019 bis heute keine einzige erfüllt sei: Es gebe kein Einvernehmen aller Anliegergemeinden, die Investitionsförderung für Radwege sei inzwischen unklar und die Entwidmung der Strecke wurde bisher von DB InfraGO nicht beantragt. Das ursprüngliche Ziel einer Sicherung des durchgehenden Verkehrsweges sei bereits erreicht. Franziska Schubert meint abschließend: „Der Radweg-Beschluss verhinderte mittlerweile jegliche alternative Entwicklung, auch im Sinne einer Bahnperspektive: Die Herrnhuter Bahn ist ein wichtiger Baustein in der Mobilitäts- und Regionalentwicklung der Oberlausitz. Eine nun mögliche ergebnisoffene Reaktivierungs-Prüfung ist daher ein Gewinn für alle – für die Gemeinden, Pendlerinnen und Pendler, den Tourismus. Und der Strukturwandel wird nur funktionieren, wenn unsere Region an den internationalen Fernverkehr angebunden wird.“ (Quelle: Fraktion Bündnisgrüne/KJiK/SPD im Görlitzer Kreistag, 12.12.2025)
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