Görlitzer Linsengericht 2026

Am Vorabend des Kommunalen Gedenktages fand wieder das Görlitzer Linsengericht des Stadt- und Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN statt. In diesem Jahr kamen ca. 40 Menschen zusammen, um gemeinsam Linsen zu essen, Zeitzeugenberichten zu lauschen und miteinander ins Gespräch über Identität, Demokratie und Rechtsstaat zu kommen.

Nach einem Grußwort des Görlitzer Oberbürgermeisters Octvian Ursu wurde gegessen. Im Anschluss berichteten Albrecht Naumann, Pfarrer i.R., und Thomas Pilz vom Herbst 1989 in der Oberlausitz. In dieser Zeit gründete sich das Neue Forum und am 6. Oktober fanden die ersten Friedensgebete statt. Besonders eindrücklich wurde beschrieben, wie die Menschen sich friedlich, aber bestimmt, für freie, gleiche und geheime Wahlen einsetzten. Anhand der Zeitzeugenberichte, die durch Erfahrungen von anderen Teilnehmer*innen ergänzt wurden, bekamen auch diejenigen Gäste einen Einblick in die Zeit um ’89, die selbst nicht dabei waren – entweder, weil sie erst später auf die Welt kamen oder keine DDR-Bürger*innen waren.

Danach gab es eine offene Runde, in der alle ihre Sichtweise auf die Friedliche Revolution, ihre Bedeutung für die heutige Politik und ihre Gedanken zu Ost- und Westidentität teilen konnten.

Besonders freute uns, dass Vertreter*innen der Kreisschülerkonferenz sowie aus anderen Stadtratsfraktionen und Parteien anwesend waren.

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